Dienstag, 22.05 2012
04:42:25 Uhr
Aktuell 20 Gäste online
Besucher: 7228002
Sie befinden sich hier: Home arrow News arrow Dachstuhlbrand
Dachstuhlbrand
Dienstag, 15. November 2011 Geschrieben von Markus Germroth
Übersicht

Nr.: n.V.
Beginn: Fr, 11.11.2010 09:42 Uhr
Typ: Brand
Ende: Fr, 11.11.2010 17:00 Uhr
Ort:

Bernbach -
Sonnenweg

Dauer: 07:18 Stunden

Anzahl der

Einsatzkräfte:

53 Personen

weitere Bilder:

siehe unten   

Einsatzkräfte:

FF Somborn

FF Neuses

FF Bernbach

FF Horbach

Weitere Kräfte: 


  • ELW Freigericht
  • GBI Freigericht
  • DRK Freigericht
  • Rettungsdienst Gelnhausen
  • Brandschutzaufsichtsdienst MKK
  • FF Wächtersbach AB-Atemschutz
  • FF Gelnhausen Teleskopmast
Bericht:

Am Freitag den 11.11.11 brach gegen 09:40 Uhr in Bernbach ein Feuer vermutlich im Küchenbereich einer Dachgeschosswohnung aus. Von der Zentralen Leitstelle in Gelnhausen wurden die Feuerwehren aus Bernbach und Somborn sowie der Rettungsdienst mit dem Stichwort ,,F2- Zimmerbrand,, alarmiert. Schon auf der Anfahrt war ein großer Rauchpilz über Bernbach zu sehen.

Daraufhin wurde durch den Gemeindebrandinspektor die Feuerwehren aus Neuses und ein weiteres Hubrettungsfahrzeug aus Gelnhausen direkt nachalarmiert. Auch bot sich die Feuerwehr Horbach zur Unterstützung an, die sich wegen einer Veranstaltung,  am  Horbacher Gerätehaus befand. Diese konnte dann auch sofort ausrücken. Bei Eintreffen der ersten Kräfte aus Bernbach und Somborn  hatte das Feuer bereits um sich gegriffen. Es stand schon der komplette Dachstuhl inklusive eines Hängebalkons auf einer Länge von ca. 15 m in Vollbrand. Es handelte sich hierbei um eine voll ausgebaute Dachgeschoßwohnung. Die Bewohner konnten sich vor Eintreffen der Feuerwehr selbst in Sicherheit bringen und wurden durch den Rettungsdienst sowie einer später hinzugezogenen Notfallseelsorge betreut.Verletzt wurde niemand.

Mit dem HLF der Wehr Somborn und personeller Unterstützung der Wehr Bernbach wurde zügig ein Innenangriff über den Treppenraum vorbereitet. Der eingesetzte Angriffstrupp konnte das Feuer noch im obersten Flur zurück drängen. Hier schlugen ihnen schon die Flammen massiv entgegen. Auch hatte das Feuer schon auf die Holzdecke des Zugangsgeschoss übergegriffen.

Nach dem ablöschen der Flammen an der Holzdecke konnte vorsichtig weiter vorgegangen werden. Aus der sicheren Deckung wurde nun ein Löschangriff auf die Wohnung gestartet.

Die Holzdecke wurde aber immer im Auge behalten. Zum Glück konnte der Rauch durch das abgebrannte Dach nach oben abziehen und eswar eine Brandbekämpfung bei relativ guten Sichtverhältnissen möglich. Parallel wurden im Außenangriff mittels eines Schaumrohres die Flammen an der Balkonfront und im späteren Verlauf an den Außenverkleidungen bekämpft.

Die DLK bereitete in der Zeit eine Brandbekämpfung über das Wenderohr vor. Auch wurde der Teleskopmast der Feuerwehr Gelnhausen in Stellung gebracht. Der Innenangriff wurde durch einen weiteren Angriffstrupp der Wehr Neuses unterstützt. Dieser Trupp ging später aus dem Rettungskorb der Drehleiter in Brandwohnung vor. Somit konnte das Feuer von der Flur Vorder - und Hinterseite bekämpft werden. Parallel wurden dann die Brandräume sowie das Dachgebälk abgelöscht.

Die Wehren aus Horbach und Neuses stellten weitere Atemschutzgeräteträger bereit, kümmerten sich um die Wasserversorgung und speisten die DLK mit Wasser ein.

Gegen 11:00 konnte "Feuer aus" gegeben werden. Jetzt begannen noch langwierige Nachlöscharbeiten. Diese dauerten bis ca. 15:30 Uhr. Durch die Vielzahl der Glutnester war ein personalintensiver Einsatz unter Atemschutz der gesamten Feuerwehr Freigericht nötig. Hier war auch dei Wäremebildkamera eine gute Unterstützung um die Glutnester aufzuspüren. Teilweise mussten die Arbeiten unter Sicherung gegen Absturz stattfinden, da die Decke sich mit Löschwasser vollsaugte und somit eine Einsturzgefahr darstellte. 

Da alle vorhanden Atemschutzgeräte aus Freigericht eingesetzt werden mussten, wurde die Feuerwehr Wächtersbach alarmiert. Diese sorgte für Nachschub mit frischen Geräten an der Einsatzstelle.

Um dass Löschwasser besser in das Brandgut und Dachgebälk eindringen zu lassen wurde Schaummittel über die Druckzumischanlage des HLF beigemischt. Hiermit konnte ein feiner Schaumteppich über die Brandreste gelegt werden, der gut am Gebälk haften blieb und ein wiederentzünden verhindern konnte.

Nach über 7 Stunden konnte die Einsatzmaßnahmen beendet werden. Es war einer der Personal- und Geräteintensivsten Einsätze in der Vergangenheit. Besonders die Nachlösch- und Aufräumarbeiten waren sehr aufwendig. Abends wurde die Einsatzstelle nochmals von der Wehr Altenmittlau kontrolliert und einige Brandnester kontrolliert abgelöscht.

Der Einsatz wurde von GBI Hellenbrandt , seinem Stellvertreter Winter und Kreisbrandinspektor Busanni koordiniert.

Die Wehren aus Freigericht, Wächtersbach und Gelnhausen sowie der Rettungsdienst waren mit insgesamt 53 Einsatzkräften und 15 Fahrzeugen im Einsatz. Durch den umsichtigen Einsatz aller eingesetzten Kräfte konnte verhindert werden, dass das Feuer auf die zwei weiteren Wohnung im Haus übergreifen konnte. Hier zeigte sich erneut der gute Ausbildungstand der Feuerwehr Freigericht, da alle Maßnahmen sehr effektiv waren und somit eine Schadensausweitung verhindert wurde. Auch wurde das Löschwasser gleich mit Wassersaugern aufgenommen um hier eine weitere Schädigung des restlichen Hauses auf ein Minimum zu reduzieren.

Erwähnenswert ist auch, dass sich die Kindergärten spontan bereit erklärten einen Teil ihrer Einnahmen aus den St.Martin´s Umzügen am Abend der betroffen Familie zur Verfügung zu stellen.

 

 

 

Bilder:

dscf5900.jpg
dscf5901.jpg
 dscf5902.jpg dscf5905.jpg
 dscf5909.jpg
 dscf5910.jpg  dscf5918.jpg  dscf5920.jpg  dscf5923.jpg  dscf5927.jpg
dscf5929.jpg
 dscf5939.jpg dscf5943.jpg

 

Termine
Mai 2012
Mo Di Mi Do Fr Sa So
30 1 2 3 4 5 6
7 8 9 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30 31 1 2 3
Wetter in Freigericht
Das Wetter heute
Wetterwarnungen
Waldbrandgefahr
Hochwasserstände
© 2012 feuerwehr-freigericht.de - Impressum - Powered By Joomla