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Am Freitag
den 11.11.11 brach gegen 09:40 Uhr in Bernbach ein Feuer vermutlich im
Küchenbereich einer Dachgeschosswohnung aus. Von der
Zentralen Leitstelle in Gelnhausen wurden die Feuerwehren aus Bernbach und
Somborn sowie der Rettungsdienst mit dem Stichwort ,,F2- Zimmerbrand,, alarmiert. Schon auf
der Anfahrt war ein großer Rauchpilz über Bernbach zu sehen.
Daraufhin
wurde durch den Gemeindebrandinspektor die Feuerwehren aus Neuses und ein
weiteres Hubrettungsfahrzeug aus Gelnhausen direkt nachalarmiert. Auch bot sich
die Feuerwehr Horbach zur Unterstützung an, die sich wegen einer
Veranstaltung, am Horbacher Gerätehaus befand.
Diese konnte dann auch sofort ausrücken. Bei Eintreffen der ersten Kräfte aus
Bernbach und Somborn hatte das Feuer bereits um sich gegriffen. Es stand schon der komplette Dachstuhl
inklusive eines Hängebalkons auf einer Länge von ca. 15 m in Vollbrand. Es
handelte sich hierbei um eine voll ausgebaute Dachgeschoßwohnung. Die Bewohner
konnten sich vor Eintreffen der Feuerwehr selbst in Sicherheit bringen und wurden durch den
Rettungsdienst sowie einer später hinzugezogenen Notfallseelsorge
betreut.Verletzt wurde niemand.
Mit dem HLF
der Wehr Somborn und personeller Unterstützung der Wehr Bernbach wurde zügig ein Innenangriff
über den Treppenraum vorbereitet. Der eingesetzte Angriffstrupp konnte das
Feuer noch im obersten Flur zurück drängen. Hier schlugen ihnen schon die
Flammen massiv entgegen. Auch hatte das Feuer schon auf die Holzdecke des
Zugangsgeschoss übergegriffen.
Nach dem
ablöschen der Flammen an der Holzdecke konnte vorsichtig weiter vorgegangen
werden. Aus der
sicheren Deckung wurde nun ein Löschangriff auf die Wohnung gestartet.
Die
Holzdecke wurde aber immer im Auge behalten. Zum Glück konnte der Rauch durch
das abgebrannte Dach nach oben abziehen und eswar eine Brandbekämpfung bei
relativ guten Sichtverhältnissen möglich. Parallel wurden im Außenangriff
mittels eines Schaumrohres die Flammen an der Balkonfront und im späteren Verlauf
an den Außenverkleidungen bekämpft.
Die DLK
bereitete in der Zeit eine Brandbekämpfung über das Wenderohr vor. Auch wurde
der Teleskopmast der Feuerwehr Gelnhausen in Stellung gebracht. Der Innenangriff wurde durch einen weiteren Angriffstrupp der Wehr Neuses unterstützt.
Dieser Trupp ging später aus dem Rettungskorb der Drehleiter in Brandwohnung vor. Somit
konnte das Feuer von der Flur Vorder - und Hinterseite bekämpft werden. Parallel
wurden dann die Brandräume sowie das Dachgebälk abgelöscht.
Die Wehren
aus Horbach und Neuses stellten weitere Atemschutzgeräteträger bereit, kümmerten
sich um die Wasserversorgung und speisten die DLK mit Wasser ein.
Gegen
11:00 konnte "Feuer aus" gegeben werden. Jetzt
begannen noch langwierige Nachlöscharbeiten. Diese dauerten bis ca. 15:30 Uhr. Durch die
Vielzahl der Glutnester war ein personalintensiver Einsatz unter Atemschutz der
gesamten Feuerwehr Freigericht nötig. Hier war auch dei Wäremebildkamera eine gute Unterstützung um die Glutnester aufzuspüren. Teilweise mussten die Arbeiten unter
Sicherung gegen Absturz stattfinden, da die Decke sich mit Löschwasser
vollsaugte und somit eine Einsturzgefahr darstellte.
Da alle
vorhanden Atemschutzgeräte aus Freigericht eingesetzt werden mussten, wurde die
Feuerwehr Wächtersbach alarmiert. Diese sorgte für Nachschub mit frischen
Geräten an der Einsatzstelle.
Um dass
Löschwasser besser in das Brandgut und Dachgebälk eindringen zu lassen wurde
Schaummittel über die Druckzumischanlage des HLF beigemischt. Hiermit konnte
ein feiner Schaumteppich über die Brandreste gelegt werden, der gut am
Gebälk haften blieb und ein wiederentzünden verhindern konnte.
Nach über
7 Stunden konnte die Einsatzmaßnahmen beendet werden. Es war
einer der Personal- und Geräteintensivsten Einsätze in der Vergangenheit. Besonders
die Nachlösch- und Aufräumarbeiten waren sehr aufwendig. Abends
wurde die Einsatzstelle nochmals von der Wehr Altenmittlau kontrolliert und einige Brandnester kontrolliert abgelöscht.
Der
Einsatz wurde von GBI Hellenbrandt , seinem Stellvertreter Winter und
Kreisbrandinspektor Busanni koordiniert.
Die Wehren
aus Freigericht, Wächtersbach und Gelnhausen sowie der Rettungsdienst waren mit
insgesamt 53 Einsatzkräften und 15 Fahrzeugen im Einsatz. Durch den
umsichtigen Einsatz aller eingesetzten Kräfte konnte verhindert werden, dass das Feuer auf die zwei weiteren Wohnung im Haus übergreifen konnte. Hier zeigte sich erneut der gute
Ausbildungstand der Feuerwehr Freigericht, da alle Maßnahmen sehr effektiv waren
und somit eine Schadensausweitung verhindert wurde. Auch wurde
das Löschwasser gleich mit Wassersaugern aufgenommen um hier eine weitere
Schädigung des restlichen Hauses auf ein Minimum zu reduzieren.
Erwähnenswert
ist auch, dass sich die Kindergärten spontan bereit erklärten einen Teil ihrer Einnahmen aus
den St.Martin´s
Umzügen am Abend der betroffen Familie zur Verfügung zu stellen.
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